Spanien geht mit klarer Favoritenrolle ins K.o.-Duell gegen Österreich. Der amtierende Europameister kam in der Gruppenphase ohne Gegentor durch und traf in seiner Vorrundengruppe auf Kap Verde, Saudi-Arabien und Uruguay.
Österreich steht dagegen vor einer deutlich größeren Aufgabe. Das Team von Ralf Rangnick erreichte die K.o.-Runde als Zweiter der Gruppe J nur mit viel Drama und wäre mit einem Erfolg gegen Spanien so weit wie seit 1982 nicht mehr.
Die Spanier kontrollierten ihre Gruppe H mit sieben Punkten und einer makellosen Defensivbilanz. Nach dem torlosen Auftakt gegen Kap Verde folgten ein 4:0 gegen Saudi-Arabien und ein 1:0 gegen Uruguay.
Österreich startete mit einem 3:1 gegen Jordanien in das Turnier. Danach folgte ein 0:2 gegen Argentinien, bevor ein Last-Minute-Treffer zum 3:3 gegen Algerien das Weiterkommen sicherte.
Vor dem Anpfiff verwies der direkte Vergleich auf die klare Bilanz zugunsten Spaniens. Gleichzeitig blieb der 2:1-Sieg Österreichs bei der Weltmeisterschaft 1978 in Argentinien ein historischer Bezugspunkt.
Im SoFi Stadium wollte Spanien von Beginn an mit dominantem Ballbesitzfußball das Tempo bestimmen. Österreich setzte auf aggressives Pressing, um genau diesen Rhythmus früh zu stören.
Die Anfangsphase bestätigte das Bild eines munteren Spiels mit Vorteilen für Spanien. Lamine Yamal sorgte früh für Gefahr, während Österreich zunächst vor allem über Ballgewinne und Umschaltmomente ins Spiel kam.
Schon in den ersten Minuten musste Alexander Schlager mehrmals eingreifen. Ein Abschluss von Yamal aus halblinker Position bereitete ihm keine großen Probleme, später blockte die österreichische Defensive einen direkten Schuss von Dani Olmo.
Spanien erhöhte dann den Druck mit weiteren Vorstößen über die Flügel und in den Strafraum. Yamal setzte sich mehrfach rechts durch, forderte einmal vergeblich Strafstoß und tauchte wenig später erneut im Dribbling auf.
Österreich bekam in dieser Phase nur vereinzelt Entlastung. Ein Konter nach einem ruhenden Ball verlief zu langsam, während die Elf von Ralf Rangnick zwischendurch etwas mehr Ballbesitz sammelte.
Die erste gute Möglichkeit für Österreich entstand nach einer Flanke von Marcel Sabitzer. Michael Gregoritsch stieg zwar höher als Pau Cubarsí, kam aber nicht sauber an den Ball.
Kurz darauf wurde Spaniens Druck noch einmal deutlich sichtbar. Dani Olmo scheiterte aus kurzer Distanz an einer Rettungsaktion, und später parierte Schlager auch einen Schuss von Mikel Oyarzabal aus halblinker Position stark.
Für Diskussionen sorgte zudem eine Szene, in der Spanien bereits den vermeintlichen Führungstreffer bejubelte. Alexander Schlager faustete den Ball unter Bedrängnis vor die Füße von Marc Cucurella, dessen Abschluss zählte wegen eines vorherigen Foulspiels am Keeper aber nicht.
Das Spiel leitete der schwedische Schiedsrichter Glenn Nyberg. An den Linien assistierten ihm ebenfalls Schweden, während Dahane Beida aus Mauretanien als vierter Offizieller, Tomasz Kwiatkowski aus Polen als VAR und Fedayi San aus der Schweiz als Assistent am Video arbeiteten.
Source: www.zdfheute.de






